Das Seraphin Trio besteht seit 1984 und hat sich seither durch zahlreiche Konzerte, Rundfunkaufnahmen und Einspielungen auf CDs einen Spitzenplatz unter den europäischen Klaviertrios erobert. Gegründet wurde es von Wilhelm F. Walz und Jörg Metzger. Seit 1992 ist Gottfried Hefele der Pianist des Ensembles. Mit ihm stellte sich das Trio erstmals beim Schleswig-Holstein-Musikfestival einem breiten Publikum vor – mit großem Erfolg. 2011 nahm Julien Chappot den Platz von Jörg Metzger ein. Der Name Seraphin Trio stammt von dem venezianischen Geigenbauer Santo Seraphin (1699 – 1758).

Das Trio ist nicht nur bei namhaften Konzertreihen in ganz Deutschland bei Publikum und Presse begeistert aufgenommen worden. Auch im europäischen Ausland ist es ein gefragtes Kammermusikensemble, wie Konzertreisen durch Schweden, Österreich, Spanien, Moldavien und Rumänien beweisen. Erst kürzlich kehrte das Seraphin Trio von einer weiteren erfolgreichen Konzertreise in die Schweiz zurück. Großen Anklang bei der Presse fanden vor allem die Einspielungen sämtlicher Klaviertrios von Franz Berwald und Ludwig van Beethoven sowie eine Aufnahme mit Werken von Ravel, Schostakowitsch und Rachmaninoff in Verbindung mit dem Bayerischen Rundfunk.

 

Mitglieder

Wilhelm F. Walz (siehe Portrait)

 

Julien Chappot wurde 1979 in Besançon geboren, studierte in Frankreich bei Jean-Luc Loewenguth und Michel Strauss. Er setzte seine Ausbildung in Mainz, Augsburg und München bei Julius Berger, Patrick Demenga, und Michael Hell fort. Von 2001 bis 2003 war er Mitglied der Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker und nahm an Produktionen mit Dirigenten wie James Levine, Christian Thielemann, Zubin Mehta und Günther Wand teil. Julien Chappot belegte Meisterkurse bei Maud Tortelier, Siegfried Palm, Philippe Muller, Gary Hoffman, Eberhard Feltz und dem Orpheus Quartett. Er arbeitete mit Komponisten wie Wilhelm Killmayer und Krysztof Penderecki. Seit April 2004 ist er 1. Solocellist bei den Augsburger Philharmonikern.

 

Der gebürtige Augsburger Gottfried Hefele schloss sein Studium bei Prof. Hugo Steurer an der Musikhochschule München 1974 mit dem Meisterklassendiplom ab. Als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes folgten daran anschließend Studien bei Leonard Shure in Boston, USA. Gottfried Hefele ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe (u.a. 1963 1. Preis beim internationalen Wettbewerb der Jeunesses musicales in Palma de Mallorca, 1970 Kulturförderpreis der Stadt Augsburg, 1973 3. Preis beim ARD-Wettbewerb in München, 1976 Kulturförderpreis des Freistaates Bayern und 1978 2. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn). Seit 2002 unterrichtet er als Professor für Klavier an der Musikhochschule in München.

Seine ausgedehnte Konzerttätigkeit führte ihn nicht nur in die Konzertzentren Deutschlands, sondern auch in europäische Ausland (Paris, Bordeaux, London, Brüssel, Hilversum, Utrecht und Rotterdam). Tourneen unternahm er nach Rumänien, Moldawien, Japan, Südkorea und Hongkong. Im Oktober / November 2000 führte ihn eine Spanientournee nach Madrid und in 7 weitere spanische Städte.
Seit 1991 ist Gottfried Hefele Mitglied des Seraphin-Trios. Mit diesem Ensemble trat er in vielen Konzerten in der Bundesrepublik Deutschland auf (u.a. zweimal beim Schleswig-Holstein-Festival). 1996 entstand eine CD mit Trios von Schostakowitsch, Rachmaninoff und Ravel, danach folgte 1997 die Gesamteinspielung aller Beethoven-Trios. Solistisch spielte Hefele für alle große Rundfunkanstalten der ARD. Er konzertierte u.a. mit dem RSO Frankfurt, dem RSO Stuttgart, dem Symphonieorchester des BR, der Nationalphilharmonie Budapest und der Pfälzischen Philharmonie.

 

Pressestimmen

»Wilhelm F. Walz an der Violine, Julien Chappot am Cello und Pianist Gottfried Hefele boten Sternstunden der Musik. Smetanas g-Moll-Trio bewegt sich mit formaler Virtuosität zwischen Liszt’scher Klangblüte und slawischem Gefühlsuniversum. Dies wurde mit einer hinreißenden geschmeidigen Musikalität zelebriert, wie auch die Finessen von Dvořáks Dumky-Trio.« (Augsburger Allgemeine Zeitung)

»Das Klaviertrio „Variationen über eine hebräische Melodie“ von Paul Ben-Haim (1897-1984), der in der Vor-NS-Zeit am Augsburger Theater als Paul Frankenburger Kapellmeister war, beeindruckte durch die Mischung aus melancholischem Grundzug, folkloristisch-tänzerischer Kraft, verdichtet in selbstbewusster Modernität.« (Augsburger Allgemeine Zeitung)

»Technische Virtuosität und musikalisches Feingefühl … klares und kraftvolles Spiel … Zugaben und minutenlanger Applaus beendeten ein außergewöhnliches Konzert« (Westfalenpost)

»Bemerkenswerte Sonorität entwickelt das Seraphin-Trio in der hochgradig expressiven, mit durch chromatisierten Klangkomplexen ausgestatteten Kompositionen von Roslawez…« (Neue Züricher Zeitung)

»Der phänomenale Beethoven-Abend des Seraphin-Trios im Klostersaal zu Irsee … Bravo Rufe … an diesem außergewöhnlichen Abend hätte man dem Seraphin-Trio dabei zuhören mögen, wie es auch noch die restliche Trioliteratur des 19. Jahrhunderts zum Besten gibt.« (Allgäuer Zeitung)

 

Cds

Klaviertrios

Dimitri Schostakowitsch:
Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Sergej Rachmaninoff:
Klaviertrio »Élégiaque« Nr. 1 g-Moll (1892) in einem Satz
Maurice Ravel:
Klaviertrio a-Moll (1914)

 

Ludwig van Beethoven:
sämtliche Klaviertrios – 4 CDs

Trio op. 70/1 in B-Dur
Trio op. 11 in B-Dur (Gassenhauertrio)
Trio op 1/2 in g-Moll
Trio op. 97 in B-Dur (Erzherzog-Trio)
Trio WoO 39 in Es-Dur
Trio op. 1/1 in Es-Dur
Trio op. 1/3 in c-Moll
Trio op. 44 in Es-Dur (Variationen eines Themas)
Variationen op. 121a in G-Dur
Trio op. 38 in Es-Dur
Trio WoO 38 in Es-Dur

 

Unbekannte russische Pianotrios
Unknown Russian Piano Trios

Dimitri Schostakowitsch:
Klaviertrio op. 8
Nikolai Andrejewitsch Roslavets:
Klaviertrio Nr. 3
Arno Babadschanian:
Trio 1952

 

Beethoven: Alle Meisterwerke

Diese limitierte 60-CD-Edition beinhaltet in hochkarätigen und preisgekrönten Einspielungen sämtliche Meisterwerke Beethovens, unter anderem die 12 Klaviertrios, interpretiert vom Seraphin Trio (Disc 21-25).

 

Repertoire

Beethoven:

  • sämtliche Klaviertrios

 

Paul Ben-Haim:

  • Variationen über eine hebräische Melodie

 

Berwald:

  • Klaviertrio Es-Dur
  • Klaviertrio d-Moll

 

Brahms:

  • H-Dur, op. 8 (2. Fassung 1891)
  • C-Dur, op. 87
  • c-Moll, op. 101
  • A-Dur, op. posth.

 

Dvorak:

  • B-Dur, op. 21
  • g-Moll, op. 26
  • f-Moll, op. 65
  • Dumky, op. 90

 

Haydn:

  • A-Dur, Hob. XV/18
  • G-Dur, Hob. XV/25
  • C-Dur, Hob. XV/27

 

Ives:

  • Trio

 

Lalo:

  • c-Moll, op. 7 Nr. 1
  • h-Moll, op. 7 Nr. 2
  • a-Moll, op. 26

 

Martin:

  • Trio über Irische Volkslieder

 

Martinu:

  • d-Moll
  • C-Dur
  • Bergerettes
  • 5 Stücke

 

Mendelssohn:

  • d-Moll, op. 49
  • c-Moll, op. 56

 

Mozart:

  • B-Dur, KV 254
  • G-Dur, KV 496
  • E-Dur, KV 542
  • C-Dur, KV 548

 

Ravel:

  • a-Moll

 

Roussel:

  • Es-Dur, op. 2

 

Saint-Saens:

  • F-Dur, op. 18

 

Schostakowitsch:

  • Nr. 1, op. 8
  • Nr. 2 op. 67

 

Schubert:

  • B-Dur, op. 99, D 898
  • Es-Dur, op. 100, D 929
  • Notturno, op. 148, D 897
  • Sonatensatz B-Dur, D 28

 

Schumann:

  • d-Moll, op. 83
  • Phantasiestücke, op. 88

 

Smetana:

  • g-Moll, op. 15

 

Tschaikowski:

  • a-Moll, op. 50

 

 

Klavierquartette:

 

Brahms:

  • g-Moll, op. 25
  • A-Dur, op. 26
  • c-Moll, op. 60

 

Dvorak:

  • D-Dur, op. 23
  • Es-Dur, op. 67

 

Mahler:

  • Klavierquartett

 

Mozart:

  • g-Moll, KV 478
  • Es-Dur, KV 493

 

Schumann:

  • Es-Dur, op. 47

 

Josef Suk:

  • a-Moll, op. 1

 

Klavierquintett:

 

Brahms:

  • f-Moll, op. 34

 

Dvorak:

  • A-Dur, op. 81

 

Schubert:

  • A-Dur, op. 114 (Forelle)

 

Schumann:

  • Es-Dur, op. 44

 

Werke mit Orchester:

 

Beethoven:

  • Tripelkonzert C-Dur, op. 58

 

Casella:

  • Tripelkonzert, op. 56

 

Martinu:

  • Concertino für Klaviertrio und Streichorchester
  • Konzert für Klaviertrio und Orchester

 

Tscherepnin:

  • Tripelkonzert, op. 47 (Fassung mit Streichorchester, Fassung mit großem Orchester)